Die Provinz Teruel Eine Reise zu ihren Ursprüngen

Es gibt viele Arten von Tourismus und insbesonders zwei von ihnen sind immer vorhanden, der Erlebnisurlaub und der Besichtigungsurlaub. Teruel lädt die Reisenden dazu ein beides zu genieβen und bietet hierfür mehr als nur den Standard. Für die Liebhaber des Landesinneren, des authentischen Landlebens und der Aktivitäten in freier Natur ist dieser Ort ein Muss.

 

Die Provinz Teruel ist die südlichste der drei Provinzen der autonomen Gemeinschaft Aragón und liegt zwischen dem Ebro-Tal, den Provinzen der Ostküste, Katalonien und dem Zentrum Spaniens. Aufgrund dieser guten Lage ist Teruel leicht und schnell zu erreichen, ideal für einen Ausflug, um der täglichen Routine für eine Weile zu entgehen.

Kukturgut und Landschaften

 

Wenn man die Provinz besser kennen lernen möchte, dann ist es eine gute Idee das Gebirge Sierra de Albarracín als Ausgangspunkt zu wählen. Es hat eine Jahrhunderte alte Geschichte, die das reiche Kulturerbe mit den sehr schönen und einzigartigen Landschaften meisterhaft kombiniert.

Die schönen Landschaften haben ihren Ursprung in der bergigen Beschaffenheit des Landes, die einzigartige Landstriche formt, wie z.B. die Berge Montes Universal, mit den Geröllfeldern und dem Moor von Orihuela, das ganz besonders erwähnt werden muss. Genauso wie die hervorragenden Beispiele für die Karstmorphologie, zu denen die Dolinen im Norden und Westen der Berge gehören.

Hier kann man ökologisch sehr wertvolle Naturschauspiele und Landschaften bestaunen, wie z.B. die Quellen der Flüsse Tajo und Guadalaviar oder die Wasserfälle von Calomarde und San Pedro. Die schönen Schluchten am Wasserlauf über und unter dem Ort Calomarde sind mehr als nur sehenswert und laden zur entspannten Betrachtung ein.

Die historischen Festlichkeiten sind ebenfalls ein Teil des Kulturerbes und sind unverzichtbar in Teruel. Berühmt sind die Legenden von Zaida in Cella, von der Subida a la Encomienda in Alfambra und natürlich die Osterwoche in der Stadt Teruel, die den Status eines Ereignisses von nationalem Interesse hat.

Steinzeitlicher Osten

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Diesen Naturschätzen kommt ein reiches Kulturerbe hinzu, von dem insbesonders die Felskunst im  östlichen Teil der Provinz zu erwähnen ist, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. In der Provinz von Teruel gibt es mehr als 70 Fundorte von diesen künstlerischen Werken, die auf den Zeitraum von 6000 v. Chr. – 1500 v. Chr. datiert werden.

Aktivitäten in der freien Natur

Das Wandern ist eine der erbaulichsten Aktivitäten, die man mit der ganzen Familie wahrnehmen kann. In der Sierra de Albarracín gibt es ein komplettes Wanderwegnetz, das durch den Naturpark Parque Cultural von Albarracín führt, sowie durch den Rest der Region, wodurch es ein perfektes Hilfsmittel ist, um viele verschiedene Naturräume kennen zu lernen und den Anblick der herrlichen Landschaften mit der Familie zu genieβen.

Das schönste Dorf

Und wenn man sich gerade in der Stadt Albarracín aufhält, dann kann man nach dem Museumsbesuch nichts schöneres machen, als einen Spaziergang durch den Ort. Albarracín wird im Allgmeinen als das schönste Dorf Spaniens bezeichnet. Seine Lage auf einer felsigen Landnase, fast vollständig vom Fluss Guadalaviar umgeben, verleiht ihm aufgrund des chronischen Platzmangels eine komplizierte Konfiguration, die man als zauberhaft chaotisch bezeichnen könnte.

Die architektonischen Schätze darf man auf keinen Fall ignorieren, sowie die religiösen und öffentlichen Gebäude als auch die bürgerlichen Häuser. Sie machen Albarracín zu einem einzigartigen Beispiel für mittelalterlichen Städtebau islamischen Ursprungs.

Bezügliche der Gastronomie von Albarracín ist zu sagen, dass die Gerichte üppig aber einfach sind. Typisch sind solche Speisen wie Eier mit Schinken, Knoblauchsuppe, Wild und Schafskäse. Die Dessert-Liebhaber können die köstlichen Almohábanas probieren, eine Art von Käsekuchen mit historischer Vergangenheit, die den Appetit noch mehr anregen.

Umweltsanierung

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Nach ein paar Tagen in der Sierra von Albarracín kann man eines der wichtigsten Feuchtgebiete Südeuropas besuchen. Es handelt sich um die Laguna de Cañizar von Villarquemado, 25 Kilometer von der Hauptstadt Teruel entfernt. Sie ist nicht nur wegen ihres ökologischen Wertes zu erwähnen, sondern auch wegen der guten Zusammenarbeit aller Bevölkerungsschichten, wodurch dieses einmalige Projekt in Spanien überhaupt erst aufrechterhalten werden konnte.

Um die Geschichte der Laguna de Cañizar besser kennen zu lernen, muss man sich bis in das Jahr 1729 zurückversetzen, in dem die Arbeiten zur Trockenlegung des 10km² umfasseden Geländes begonnen wurden, um dann wieder bis in das Jahr 2006 zu reisen, in dem endlich die Umweltsanierung begonnen wurde, um die 400 Hektar, von denen ca. 300 unter Wasser liegen können, wieder in ihren Ursprungszustand zu versetzen.

In der Gegend von Cella, schon auf dem Weg nach Teruel und nur noch 17 Kilometer von der Stadt entfernt, erreicht man die Fuente de Cella. Dieser Bohrbrunnen wurde im 12. Jh. erbaut und in den Jahren 1729 bis 1731 wurde er ornamentiert. Er ist einer der gröβten und tiefsten Europas.

Foto-2-Calomatrde-tobasMittelalterliches Erbe

Ein Aufenthalt in dieser Region kann nich als vollständig bezeichnet werden, solange man nicht die Stadt Teruel besucht hat. Die Provinzhauptstadt ist ein sehr wichtiger Ort, wenn es um maurische Kunst geht. Die UNESCO ernannte 1986 die Bedachung der Kathedrale von Santa Maria, sowie die Glockentürme der Kathedrale und der Kirchen von San Pedro, El Salvador und San Martin zum Weltkulturerbe.

Dieses mittelalterliche und maurische Erbe ist natürlich nicht vollständig ohne die weltbekannte Geschichte der Liebenden von Teruel. Diese Legende ist der Ursprung eines historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes, das dank der Stiftung Fundación Amantes ausgestellt, erhalten und erweitert wird. Das Interessanteste ist vielleicht der Besuch des Mausoleums, in dem das Liebespaar zur ewigen Ruhe gebettet wurde.

Auch wenn die maurische Kunst charakteristisch für Teruel ist, so ist sie dennoch nicht die Einzige. Es existiert auch eine sehr ansprechende Architektur der Moderne, die in der Epoche des aufkeimenden Bürgertums im 19. Jahrhundert entstand. Den letzten Anstoβ in Richtung dieses Stils kam vom Architekten Pablo Monguió, der von 1897 bis ca. 1923 in Teruel tätig war. Den Höhepunkt seiner Kreativität erreichte er mit drei Gebäuden, die traditionell Casa Ferrán, La Madrileña und El Torico genannt werden und die von 1910 bis 1912 gebaut wurden.

(Colocar aquí jamon lonchas, queso y cuchillo, las dos en pequeño)

Das Agarar- und Ernährungserbe, das Teruel sein eigen nennt, ist reich und vielfältig. Der Schinken von Teruel ist berühmt und er ist der Erste mit der Herkunftsbezeichnung Spanien. Das Ternasco (cit. junges Lamm) aus Aragón ist ein Klassiker in der Küche von Teruel. Es ist eine bodenständige Rasse, die sich perfekt an die Umweltbedingungen angepasst hat. Und von den Konditorwaren sind die Pastelitos de Amantes (cit. Törtchen der Liebenden) oder die Besos de Teruel (cit. Küsse von Teruel) besonders hervorzuheben.

Wanderwege

Nach dem Eintauchen in die reiche Geschichte und Kultur ist es keine schlechte Idee etwas aktiver zu werden. Andatela ist ein Produkt, das an die Wanderfreunde und Liebhaber der schönen Landschaften gerichtet ist. Es sind insgesamt 60 Wanderwege, die zu allen interessanten Orten und Naturräumen der Region führen.

Zwei von ihnen sind besonders zu empfehlen, obwohl die anderen auch sehr schön sind. Es sind die Routen Estrechos del Río Ebrón (El Cuervo y Tormón) und der Rundweg der Cascadas de Amanaderos (Riodeva). Beide sind sehr gut ausgeschildert und führen durch zwei der schönsten Naturräume der Region. Der Mittellauf des Flusses Ebrón bietet eine abwechslungsreiche Fauna und Flora, während man in den Karstlandschaften des Flusses Riodeva 11 Wasserfälle oder Kaskaden vorfindet.

Eine sehr einfache Route, die man auch mit Kindern machen kann, ist die entlang des Flusses Guadalaviar. Sie schlängelt sich durch das Gelände und folgt einem sehr schönen Flussabschnitt, bis man den Stausee  Embalse del Arquillo erreicht. An diesem schönen und ruhigem Ort kann man einen schönen Tag mit Picknick unter freiem Himmel verbringen.

Territorio Dinópolis

Dino Experience bietet den Besuchern die Möglichkeit das faszinierende paläontologische Erbe an solchen Orten wie Teruel, Galve, Libros oder Riodeva kennen zu lernen. Am bekanntesten ist zweifellos das Territorio Dinópolis, ein wissenschaftlicher Freizeitpark mit Hauptsitz in Teruel. Spiel und Wissenschaft werden hier meisterhaft kombiniert, damit die Besucher die Welt der Dinosaurier in einer unterhaltenden Art und Weise kennen lernen.

Um dies zu erreichen bietet dieser einzigartige Park in Europa eine Reise durch 4,5 Millionen Jahre der Erdgeschichte. Sie ist in thematische Routen aufgeteilt von denen die folgenden am erwähnenswertesten sind. El viaje en el tiempo (cit. Die Zeitreise), El último minuto (cit. Die letzte Minute), der virtuelle 4D Simulator Terra Colossos, La Paleosenda (cit. die Paläoroute), das 3D Kino, der Saurierpark und die faszinierenden Shows.

Das Interpretationszentrum zeigt in seinem spektakulärem paläontologischem Museum mehr als 500 Fossile, die hauptsächlich in der Provinz Teruel gefunden wurden.

Territorio Dinópolis hat zwar sein wichtigstes Interpretationszentrum in Teruel, aber es hat noch weitere Interpretationszentren, die eine Route durch die Provinz bilden und die an den Orten liegen, an denen dieses groβartige Erbe gefunden wurde.

In Galve gibt es ebenfalls ein paläontologisches Museum und mit der Hilfe der Führer kann man sogar authentische Dinosaurierspuren sehen, die hier gefunden wurden.

Bergbautradition

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Den Aufenthalt in der Provinz Teruel sollte man nicht beenden, ohne die Minen besucht zu haben. Die geologischen Eigenschaften dieses Landstrichs haben das entstehen der lokalen Bergbautradition begünstigt, die heute eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region darstellt. Fördergerüste, alte Minenarbeiterviertel und jede Art von Infrastruktur, die mit dem Kohlebergbau in Verbindung stand, sind in der Region reichlich zu sehen, denn es gibt wirklich sehr viele Beispiele für das reiche Industrieerbe, das diese Tätigkeit hinterlassen hat.

Etwa 50 Kilometetr von der Stadt entfernt liegt die Region Cuencas Mineras. Das Bergbaumuseum Museo Minero de Escucha ist die bekannteste Einrichtung, obwohl es auch noch andere erwähnenswerte gibt, und ein Besuch dieses Museums ist eine erstaunliche Erfahrung. Das Museum ist ein authentisches Kohlenbergwerk, was schon die erste Überraschung darstellt, denn es ist der einzige Fall in Spanien.

Den geologischen Park von Aliaga sollte man auch unbedingt besuchen, denn er ist ein wahrhaftes Spektakel. Und zum Abschluss ist noch ein Besuch des Kulturparks von Río Martín zu empfehlen, in dem die Abris von Alacón zu finden sind.

 

Weitere Informationen:

www.teruelversionoriginal.es

www.teloponefacil.es

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